12/11 2017
11:00 Uhr
Chudoscnik Sunergia präsentiert

Matineekonzert: Jean-Philippe Collard-Neven & Nasser Houari

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Der belgische Komponist und Pianist Jean-Philippe Collard-Neven begegnet dem marokkanischen Oud-Spieler Nasser Houari. Ein musikalischer Dialog zwischen Orient und Okzident. Im Anschluss Austausch bei Kaffee und Croissant (im Eintrittspreis inbegriffen).
Tickets sind auch an der Tageskasse verfügbar.

Der „Artist in Residence“ 2017 des OstbelgienFestivals, der belgische Komponist und Pianist Jean-Philippe Collard-Neven, begegnet im Rahmen seines dritten Konzerts dem marokkanischen Oud-Spieler Nasser Houari. Am 12.11. um 11:00 Uhr im Kulturzentrum Alter Schlachthof Eupen.

Die Oud ist eine Laute aus dem Vorderen Orient. Sie ist in der arabischen Musikkultur allgegenwärtig, gilt unter den nahöstlichen Saiteninstrumenten als das flexibelste und dynamischste und wird als „Fürst der Musikinstrumente“ bezeichnet. Ein Klavier-Oud-Duo repräsentiert die Konvergenz mehrerer Welten, Genres und Epochen. Zum einen ist da das Zusammentreffen von Ost und West. Konnte das Klavier in gewisser Weise die Geschichte der abendländischen Klassik verkörpern, so nimmt die Oud seit Jahrhunderten einen zentralen Platz in der arabischen Welt und darüber hinaus ein, da sie auch in Griechenland, Armenien und Aserbaidschan zu finden ist.

Aber auch in der Welt der nicht-klassischen und improvisierten Musik finden Klavier und Oud zunehmend Akzeptanz. Und das ist vielleicht mehr als alles andere, was  den marokkanischen Oudisten Nasser Houari und den belgischen Pianisten Jean-Philippe Collard-Neven zusammenbringt.

Ihr Treffen ist der Eingebung von Charles Houard zu verdanken − damals Delegierter der Wallonie-Bruxelles International in Rabat − der sich vorstellen konnte, dass sie Dinge zu teilen hätten; gemeinsame Territorien, die sie in der weiten Welt der Klänge entdecken könnten.
Und er lag nicht falsch.

Beide verbindet die Ansicht, dass die Grenze zwischen Hochkultur und Populärkultur eine künstliche ist. Nasser ist in der Modalmusik ebenso zu Hause wie in Gnawa, Jean-Philippe, Ravel und Jazzchord-Grids.

Und so finden sich die beiden in einem musikalischen Raum der Möglichkeiten wieder, frei und in der bloßen Freude des Austausches. Diese Begegnung lässt sich nicht einfach in die Schublade „Weltmusik“ stecken. Ihre Musik ist der Ausdruck zweier Weltbürger, deren Augen, Ohren und Herzen sich der Vielfalt der Dinge zu öffnen versuchen.

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