Sonntag, 22/03 - 20:00 Uhr
Chudoscnik Sunergia präsentiert

Daniel García Trio

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Am Sonntag, den 22. März spielt einer der wohl aufregendsten spanischen Jazzpianisten der neuen Generation im Alten Schlachthof Eupen. Gemeinsam mit seinen langjährigen Weggefährten, dem Bassisten Reinier Elizarde “el Negrón” und dem Schlagzeuger Michael Olivera, wird García für musikalische Interaktion auf höchstem Niveau sorgen.

Für den Pianisten Daniel García sind Flamenco und Jazz wie Brüder:
„ Beide haben sie ähnliche Wesensmerkmale: Selbstausdruck, völlige Hingabe im Moment des Musizierens sowie das tiefe Erleben im Augenblick“.
Mit seinem Album „Travesuras“ bringt er es auf den Punkt. García taucht tief in die Musik seiner Heimat ein und verbindet diese Einflüsse mit dem Vokabular des modernen Jazz-Pianotrios. Das Ergebnis ist eine eigenständige, ausdrucksstarke Musik, in der rhythmische Intensität mit melodischem Reichtum, harmonischer Finesse und ungemeiner Virtuosität einhergeht.

Entscheidend für die musikalische Entwicklung des 1983 in Salamanca geborenen García war vor allem Danilo Pérez, Grammy prämierter panamaischer Jazz-Pianist, der am Berklee College of Music in Boston sein Lehrer war und zum Mentor wurde. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: 2011 erhielt er in Berklee die Auszeichnung für die beste Jazz Performance. Bevor er in die USA ging, durchlief er eine klassische Klavierausbildung am Castilla y León Conservatory in Salamanca, eine der besten Ausbildungs-städten des Landes. Es ist faszinierend zu hören, wie in Garcías Musik auch Kadenzen, Harmonien und Klangfarben aus der abendländischen Kunstmusik aufblitzen, ganz unverhofft eine Flamenco-Wendung nehmen, sich in Jazz-Harmonien auflösen oder in kraftvolle Improvisationen münden. Flamenco, Jazz, klassische Musik. Das ist bei weitem nicht alles, was an musikalischer Substanz in García  schlummert, der sich selbst als Eklektiker bezeichnet. Rock, elektronische Musik, Musik des mittleren Ostens sowie kubanische Musik, sogar mit mittelalterlicher Musik und gregorianischen Chorälen hat er sich beschäftigt.

Das auf dem Act-Label erschienene Album „Travesuras“ ist jedoch alles andere als musikalisches Patchwork. Ausgangspunkt für Garcías Erkundungen sind oft aus dem Flamenco stammende harmonisch-rhythmische Grund-Strukturen und melodische Phrasen: So findet man eine Solea in „Dream Of Miles“, oder ein Tango in „La Comunidad“. „Mein Ziel ist es, die originäre spanische Musik Kraft der Improvisation in einen neuen Kontext zu überführen und stilistische Trennlinien unsichtbar werden zu lassen.“ In diesem Sinne ist auch der Albumtitel zu verstehen. „Travesuras ist eine schöne Metapher für das, was ich versuche, zu tun: Schaue aus einem unbedarften Blickwinkel auf die Musik. Mach dich frei von Konventionen, lass dich treiben und du wirst sehen, ob nicht etwas Neues, interessantes dabei herauskommt“, so Daniel García.

 

Besetzung:

Daniel García (Piano), Reinier Elizarde (Bass), Michael Olivera (Drums)

Pressezitate:

„Daniel Garcia dives into the roots of flamenco and offers a powerful re-interpretation in which Andalusian music and jazz improvisations are thoroughly balanced.“ – Télérama (FR)

„Daniel Garcia connects references to Federico Mompou and Miles Davis‘ „Sketches of Spain“ – with lots of verve and accompanied by an impeccable and precise rhythm section.“ – Jazz Magazine (FR)

„Ein musikalisches Gesamtkunstwerk, unglaublich spannend gemacht!“ – Image Hifi (DE)

„Nach Chano Dominguez und Diego Amador ist Daniel Garcia eine hochinteressante neue Stimme des iberischen Jazz.“ – Jazzpodium (DE)

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