Nils Lundgren Bandfoto
01/11 2021
20:00 Uhr
Chudoscnik Sunergia präsentiert

Nils Landgren Funk Unit | Neues Datum 2021!

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Die international besetzte Nils Landgren Funk Unit ist eine Funk-Bastion. Landgren hat vor 27 Jahren den Grundstein für seine in Europa konkurrenzlose Karriere als Posaunist, Sänger, Produzent, Mentor, Bigband-Leader und Festivalleiter gelegt.
Der Auftritt der Nils Landgren Funk Unit wurde aufgrund der Corona-Einschränkungen auf den 01.11. 2021 verlegt.
Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit, können jeder auch an den Vvk-Stellen erstattet werden, wo sie erworben wurden.

Als Nils Landgren 1994 mit seiner Funk Unit an den Start ging, war von vielen die Frage
zu hören: Wer braucht schon Funk aus Schweden? Heute, 17 Jahre, zehn Alben und
hunderte von Konzerten später, fragt das niemand mehr. Weil die Antwort klar ist:
Wer die heißeste europäische Version dieser unauflösbar mit Soul, Rhythm and Blues
und Jazz verbundenen Musik hören will, der kommt an dieser Band nicht vorbei.
Selbst die Pioniere, Godfathers und Granden der Szene ließen sich überzeugen: Ob
James Browns musikalische Masterminds Maceo Parker und Fred Wesley, ob Ray
Parker jr. und Joe Sample von den Crusaders, sie alle machten schon bei der Funk
Unit mit.
Und die Mission ist noch lange nicht zu Ende. Auch die Pandemie konnte das elfte
Album nicht verhindern. »Ursprünglich wollten wir in den Palma Studios auf Mallorca
aufnehmen, aber Corona schob dem einen Riegel vor,« erzählt Nils Landgren.»Darauf
entschieden wir, es im »Redhorn District« in Bad Meinberg einzuspielen, aber auch in
Deutschland ging dann nichts mehr. Was also sollten wir tun. Aufgeben? Die Funk
Unit? No way! Ich fragte meinen Freund Björn Yttling, ob wir in sein Ingrid-Studio in
Stockholm gehen könnten, und er sagte: Kein Problem. Wenige Tage vor der Session
bestimmten die schwedischen Autoritäten, dass nicht mehr als acht Leute auf einmal
zusammenkommen dürfen. Glücklicherweise blieben wir sechs mit nur einem
Toningenieur unter dieser Grenze…«
So ist diesmal also die Kerntruppe der Funk Unit zu hören. Eine verschworene
Gemeinschaft, zu der neben Landgren von Anfang an Magnum Coltrane Price am Bass
gehört, der hier auch als Produzent auftritt. Und zu der nach und nach Jonas Wall am
Tenorsaxofon, Andy Pfeiler an der Gitarre, Petter Bergander an den Keyboards sowie
Robert Ikiz am Schlagzeug dazu gestoßen sind. Was sie eint, drückt am besten der
Titel des neuen Albums aus: ›Funk is my Religion‹. Die Verehrung der großen
Vorbilder*innen in Kombination mit den eigenen, persönlichen, europäischen
Qualitäten – das ist das Geheimnis, warum die Nils Landgren Funk Unit eine der
erfolgreichsten und langlebigsten Funkbands ist.
Alles, was Funk ausmacht, und mehr findet sich dementsprechend auch auf ›Funk is
my Religion‹. Das beginnt mit dem warmen Soul des Openers ›Amanda‹, in dem ein
softes Keyboard, ein weicher Bläsersatz und ein träumerisches Posaunen-Solo die
Akzente setzen. Wird bei ›Anyway You Want It‹ zu immer noch ruhigem, aber
knallhartem Funk. Beschleunigt rasant auf ›See Ya in Court‹, pendelt sich mit dem
Titeltrack in federnden Groove ein und zeigt auf ›ES in Memoriam‹ auch mal die
melancholisch, bluesige Seite. Klassischer, pechschwarzer und gospeliger
Synkopen-Funk zum Mitsingen und Mitwippen ist mit ›Doing It for the People‹ ebenso
vertreten wie ein an James Brown erinnernder Reißer (›Play Funk‹), ein jazziges
Solistenstück, (›Brand New Funk‹) und die überschäumende finale Hymne.
meiste mit charakteristischen Basslines, vieles im Wechsel- und
Chorgesang, alles im Teamwork (wie auch ein früheres Funk Unit-
Album heißt): Auch die zehn Kompositionen teilten sich Landgren,
Price, Pfeiler und Wall auf.
»Jedes Stück erzählt eine Geschichte«, sagt Nils Landgren, »manchmal von
Personen, die uns inspiriert haben oder die wir bewundern, manchmal etwas, das
einfach gesagt werden musste. So schlicht und einfach, wie es der Titelsong auf den
Punkt bringt.« Zu den Personen, die hier mit Stücken geehrt werden, gehört der
große, tragisch und früh verstorbene Esbjörn Svensson, der seinerzeit die Funk Unit
mit aus der Taufe gehoben hatte und für den Landgren »in Memoriam« hier eine
wunderschön traurige Posaunenmelodie spielt. Doch Landgren, der Entdecker und
Produzent so vieler Sängerinnen, hat auch schon immer starke Frauen zu Titelfiguren
erhoben. Hier sind es die junge Poetin Amanda Gorman, »die uns alle bei der
Inauguration von Joe Biden so beeindruckt hat,« und Kamala Harris, die erste
weibliche, schwarze und asiatische amerikanische Vizepräsidentin, denen er fast
schon Liebeslieder im Soul-Gewand widmet.
Da ist er wieder, der Blick in die USA, als »die größte und wichtigste Demokratie, deren
Vorgänge ich auch trotz Pandemie verfolge und deren Vorkämpfer*innen ich
würdigen möchte,« wie Landgren erklärt. Aber natürlich auch als Land der
musikalischen Wurzeln. »Ohne den Trompeten-Jazz meines Vaters und die
Soulplatten, die mir mein älterer Bruder vorspielte, würde es das, was wir machen,
nicht geben. Diese wohl-schmeckende Suppe mit vielen Zutaten.« So ist ›Funk is my
Religion‹ auch das Vermächtnis der vielen Vorgänger*innen und Vorbilder*innen
dieser unvergleichlich körperlichen (»It‘s no plastic« heißt es auf ›Play Funk‹) und
vitalen Musik. Eines, das auch in Zukunft von Schweden aus in alle Welt
weitergegeben wird, wie der Schlusstitel unmissverständlich klar macht: ›NLFU Will
Never Stop‹!

Besetzung:

Nils Landgren – Posaune, Gesang
Jonas Wall – Saxophone, Gesang
Andy Pfeiler – Gitarre, Gesang
Petter Bergander – Orgel, Klavier, Gesang
Magnum Coltrane Price – Bass, Gesang
Robert Ikiz – Schlagzeug, Gesang

Das neue Album „Funk is my Religion“ ist via ACT erhältlich!

 

 

 

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