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Sundae@seven

Kissing Gourami

  • Indie-Pop
  • Rock'n Roll
Kissing Gourami Band
Sundae@seven wird dieses Jahr nicht ohne ein bisschen Rock'n'Roll Attitude enden ! Die Band Kissing Gourami ist nach langer Zeit noch mal zu Gast. Zoologen denken beim Namen Gourami direkt an Kussfische. Für alle anderen versteckt sich jedoch hinter diesem Namen ein aktueller Geheimtipp in Sachen handgemachter Popmusik aus Ostbelgien! Einmal geküsst ist nie genug!

Sundae@seven wird dieses Jahr nicht ohne ein bisschen Rock’n’Roll Attitude enden !

Aus tropischen Breitengraden kommt der gleichnamige Fisch: jener Gourami, der für sein Küssen bekannt ist. Aber die Musik von „Kissing Gourami“ hat nur tangential mit Hula Girls und Südsee-Romantik zu tun. Unsere Gouramis sind eher zu Hause in den Baumschatten irgendwelcher Vorstadt-Alleen, dort wo es permanent nach Barbecue duftet. Oder das Wasserwesen trocknet aus, in öden, randstädtischen Industrievierteln, wo die Kids auf der Motorhaube sitzen, das Radio voll aufdrehen und von Kalifornien träumen.

Das Herzstück dieser Band ist zweifellos Frontmann Korneel Steukers. Seine gewitzte Bühnenpräsenz mit dieser eigenwilligen Stimme, wie eine karge, sonnengetrocknete Wüstenlandschaft … allein das ist schon Programm. Hinzu kommen seine Lieder: Stark getextet und ohne Furcht, dringen diese tief hinein und kitzeln jene Nerven, die eine unmissverständliche Sehnsucht nach Freiraum erregen. Da die Songs zugleich von Feinsinn und Rücksicht geprägt sind (man fährt mit dem Bus, nicht der Harley, man ist kritisch und engagiert, setzt sich für seine Kinder ein, legt sich aber trotzdem gern auf den Sommer-Rasen und denkt an gar nichts) entsteht eine seltsame Ambivalenz, dort wo eine rockige Einstellung auf post-moderne Sensibilität trifft: Rock’n’Roll Latitude? Vielleicht.

Um Korneels Gitarre und Gesang kreisen und weben die fundiert, aber dennoch filigranen Riffs von David Kirschvink am Bass und die intelligenten, beinah listigen Beats von Schlagzeuger Olaf Klopprogge. Helge Wollny (Keys) ergänzt die Band mit einschlägigen Melodien und ungewohnten Sounds. So ist das Quartett der Gouramis komplett, es fehlt einem wirklich an nichts.