Konzertaufnahme des Orchesters
24/09 2022
20:00 Uhr
Swing, latin & more

Eupen Big Band remembering Jean-Marie Cerfontaine. Special Guest: Robert Jeanne

/ /

Seit 1985 jazzt die Eupen Big Band im In- und Ausland. Dynamik, Power und ein breites Repertoire aus Swing, Funk, Latin und Fusion gespickt mit einem Schuss Variété und Pop - das macht Spaß, klingt gut und ist das Markenzeichen der Eupen Big Band.

In den Jahren seit ihrer Gründung spielte die Band bereits in Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg und Spanien. Seit 1992 trägt die Eupen Big Band den Titel eines „Orchesters mit besonderer künstlerischer Auszeichnung“, verliehen von der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, und ist somit einer der musikalischen Botschafter Ostbelgiens über die Grenzen hinaus. Seit 2017 spielt die Band unter der Leitung von Claude Remacle, Posaunist und Bandleader, und als großartiger Improvisator in der belgischen Jazzszene bestens bekannt.

Jean-Marie Cerfontaine

Jean-Marie Cerfontaine wurde 1951 im Raum Verviers geboren. Als Autodidakt fand er zur Musik in all ihren Facetten. Ob Jazz, Variété, Rock, Pop – Jean-Marie war in allen Welten und auf allen Bühnen zuhause. Sein Gefühl für Stil und seine Improvisationen machten ihn über die Grenzen seiner Heimatregion hinweg beliebt und bekannt. Seit 1990 gehörte er der Eupen Big Band an und hat den Sound der Band über drei Jahrzehnte hinweg geprägt. Darüber hinaus waren seine Lebensfreude, sein Humor und seine Zuverlässigkeit für viele Musiker der Band, aber auch von außerhalb Inspiration und Ansporn zugleich. Ende 2020 verließ er unsere Welt, von Krebs und Covid schwer gezeichnet, um jenseits der hiesigen Bühnen andere Größen des Jazz wiederzusehen.

Robert Jeanne

Robert Jeanne wurde am 27. April 1932 in Lüttich geboren. 1949 entdeckte er den Jazz durch die Musik von Charlie Parker. Sein eigentliches Debüt gab er 1952 in Amateurorchestern. Um 1955 begann er, regelmäßig mit dem Tandem Thomas/Pelzer in Belgien und Deutschland zu spielen.

1960 gründete er mit Léo Flechet (p), Jean Lerusse (cb) und Félix Simtaine (drs) ein Quartett, das sich als außergewöhnlich langlebig erwies und Thomas und Pelzer bei zahlreichen Gelegenheiten begleitete, aber auch wechselnde Solisten wie Chet Baker, Bill Coleman, Dizzy Reece, Dusko Gojkovich, Slide Hampton usw… Mit diesem Quartett nahm er an zahlreichen europäischen Festivals und Tounois (Spa, Dunkerque, Viersen, Wien, Zürich usw.) teil und gewann einen ersten Preis in Beek en Donk (NL). 1978 trat er in die Act Big Band von Félix Simtaine ein. 1980 war er Mitglied von Saxo Mille, einer wunderbaren Phalanx von Saxophonisten (Pelzer, Houben, Ruocco, Jeanne, Solbach), die in einer Hommage an Jaspar/Thomas vereint waren. 1983 nahm er seine erste Platte als Bandleader auf ( Second Live ) mit Léo Flechet, André Klénes (cb) und Stefan Kremer (drs).

Nach und nach veränderte sich sein Quartett durch den Wechsel von Musikern wie Pirli Zurstrassen, Erik Vermeulen, Sal La Rocca, José Bedeur und Frédéric Jacquemin. 1992 erschien eine neue Platte mit Mimi Verderame (guit), Sal La Rocca (cb) und Frédéric Jacquemin (drs). 1994 trat er der Chapuis Street Big Band bei und 1996 dem von Mimi Verderame Jazz Addiction Band ins Leben gerufenen Oktett. 1998 nahm er im Quartett mit Mimi Verderame, Sal La Rocca und Ivan Paduart (pn) am Jazzfestival von Saint Louis im Senegal teil. 1999 tourte er mit demselben Quartett durch Nicaragua.

 

 

 

 

 

 

Video

Das könnte Sie auch interessieren