26/05 2021
20:00 Uhr
Chudoscnik Sunergia und Irene K. präsentieren

TanzArt ostwest

Nachdem das Festival im letzten Jahr abgesagt werden musste, ist es am 26. Mai 2021 endlich wieder soweit. TanzArt ostwest belebt den Innenhof des Alten Schlachthofs in Eupen mit zeitgenössischem Tanz auf der beleuchteten Außenbühne.

Aufgrund der Wetterlage wurde die Veranstaltung vom Hinterhof auf die überdachte Terrasse des Innenhofs gelegt.

TanzArt ostwest fördert konzeptuell den Bühnentanz und die Vernetzung von ost- und westeuropäischen Tanzcompagnien. Ziel des Festivals ist es, die unterschiedlichen künstlerischen Entwicklungen in verschiedenen Regionen Europas für die Künstler und Zuschauer sichtbar zu machen. TanzArt ist einem Netzwerk entsprungen, dem das Stadttheater Gießen, das Theater Koblenz und die Compagnie Irene K. angehören. Die Partner bestreben einen kreativen Austausch zwischen den Künstlern und bieten ihnen ein Austauschformat, aus dem stets neue Verbindungen und Kooperationen entstehen.

Damit das Festival dieses Jahr in Eupen stattfinden kann, hat der Veranstalter Chudoscnik Sunergia gemeinsam mit der Compagnie Irene K. ein differenziertes Konzept entwickelt. Der Hinterhof des Alten Schlachthofs in Eupen wird in eine beleuchtete Bühne verwandelt und ein situationsangepasstes Theaterfeeling geschaffen. Beim diesjährigen Konzept steht außerdem der regionale Charakter im Fokus, es gilt regionale Netzwerke zu stärken und regionalen Künstlern nach langer Zeit noch einmal eine Bühne zu bieten.

Das Programm:

Mit Unterstützung der TanzFaktur Köln wird die Choreografin und Tänzerin Saskia Rudat zu Gast sein. Ihr Stück BRAINJOGGING lädt das Publikum zu einer mentalen Fitness-Session ein, in dem sie sich ständig und unerwartet von einem Bild ins nächste verwandelt. Das Stück erinnert an eine Live Version von YouTube Autoplay; das Herunterscrollen einer Social Media Timeline oder die Beiträge einer Fernseh-Nachrichtensendung. Kopfkino inklusive!

Tarek Assam, künstlerischer Leiter der Tanzcompagnie Gießen, hinterfragt in DON JUAN ‒ DIE ILLUSION DES EWIGEN die Identität des Mannes aus heutiger Sicht. Die Hauptfigur wird zum sensiblen und verunsicherten Mann, der erkennen muss, dass er das „Privileg“ des aktiven Begehrens nicht mehr alleine besitzt: ein sinnlicher Prozess des Reifens.

Die Tchekpo Dance Company, in Zusammenarbeit mit Elisabeth Masé, zeigt DER MANTEL / THE CLOAK. Ein Kunstwerk, das Brücken zwischen verschiedenen Kulturen und Gesellschaften schlägt. Die Akteure versammeln sich um einen Tisch und besticken einen Mantel aus schwerem rotem Leinen. Durch selbst gestaltete Texte und Ornamente definieren sie, was Schutz für sie bedeutet.

Die Compagnie Irene K. greift mit EMPREINTES die Dialoge auf, die Füße und Spuren hinterlassen. Jeder Schritt ist eine Reise, ein (un)bewusster Aufbruch. Aufbrechen – oft verbunden mit Konflikten und Trennungen aber auch mit Harmonie und Freude. Wohin führt unsere Reise? Sind wir schon am Ende angelangt?

 

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